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Joseph Brodmann - Eine Erfolgsgeschichte

1828 war ein bedeutendes Jahr in der Geschichte der Klaviererzeugung in Mitteleuropa. Ignaz Bösendorfer, der später der berühmteste aller österreichischen Klavierbauer werden sollte, übernahm von Joseph Brodmann dessen Klavierwerkstatt, die sich nicht nur europaweit, sondern weltweit als eines der innovativsten und modernsten Klavierbauunternehmen etabliert hatte. Josef Brodmann wurde 1763 in Deuna/Eichsfeld (im heutigen Deutschland, Thüringen) geboren. Als junger Mann kam er nach Wien und wurde Lehrling des prominenten Klavierbauers Friedrich Hoffmann. Bereits in dieser Zeit galt Wien als DAS Zentrum der musikalischen Welt, beeinflusst durch das Leben und Wirken von Mozart, Beethoven und Schubert, die lange Zeit in Wien verbrachten und Zeitgenossen Joseph Brodmanns waren.
Joseph Brodmann war einer der ersten und bekanntesten Klavierkonstrukteure und Klavierbauer seiner Zeit. Im Musiklexikon wurde er als „Joseph Brodmann – Instrumentenbauer, unübertroffen in seiner Konstruktion von horizontalen Fortepianos in gediegener Ausführung“ angeführt. 1805 wurde er als Orgel- und Klavierbauer staatlich registriert. Mit seinen Erfindungen im Klavier-Design und in der Klavierfertigung legte er das Fundament für seinen höchst talentierten Schüler Ignaz Bösendorfer, dessen Klaviere heute nach wie vor zu den edelsten Instrumenten der Welt zählen.
Joseph Brodmann erzielte durch seine Entwicklungsarbeit am Resonanzboden wesentliche Verbesserungen der Festigkeit desselben, was einen enormen Vorteil beim erhöhten Saitenzug brachte und den Resonanzboden vor Rissen schützte. 
Weltberühmte Musiker, Komponisten und Dirigenten – z. B. wie Carl Maria von Weber – erwarben Brodmann Flügel. In einem Brief an seinen Bruder pries Carl Maria von Weber euphorisch seinen neuen Brodmann Flügel, als das beste Instrument, auf dem er jemals gespielt hatte.   more


Pedal-Hammerflügel J. Brodmann, ca. 1815, mit Fußmanualen
Musikinstrumentensammlung des
Wiener Kunsthistorischen Museums




Weber Konzertflügel